Hotel

Es ist zwar nicht so, dass ich diese Worte auf dem nackten Po meines Geliebten schreibe, aber immerhin bin ich in seinem Hotelzimmer und trage unter dem flauschigen Bademantel nichts. Hah!

 

Malo duscht gerade. Ich sitze an seinem hypermodernen und sicher sündhaft teurem Laptop. Und mir ist alles egal. Eigentlich sollten wir ja gerade bei der Arbeit sein, aber die haben wir ja eh nur erfunden, um meinen Mann zu verarschen. Also können wir das Ganze auch in Malos Hotelzimmer verlegen, was wir seit drei Tagen tun. Und wir sind NICHT hier, um Filme zu gucken. Ich würde mir so sehr wünschen, dass all das NIE aufhört, aber ich weiß natürlich, dass die Realität anders aussieht. Die Realität sehe ich jeden Morgen. Meistens nur kurz im Flur oder an der Wohnungstür, wo das Wichtigste besprochen wird. Dann bringe ich Ben in den Kindergarten und gehe zur „Arbeit“. Wenn ich Nachmittags nach Hause komme, ist Konstantin dann schon im Restaurant. Und wenn er sehr, sehr spät nachts heimkehrt, schläft er sowieso im Wohnzimmer. Falls er überhaupt schläft. Ich glaube, er spielt tatsächlich meist noch ein oder zwei Stunden FIFA 12. Also … Selbst wenn ich wollte, wir könnten gar nicht reden.

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